Trialog der Kulturen

Die Julius-Leber-Schule wurde mit dem Projekt „Meine Oma, mein Opa, meine Zukunft und ich“ als eine von 25 Schulen aus Deutschland in den Wettbewerb „Trialog der Kulturen“ der Herbert Quandt-Stiftung aufgenommen.

Nachdem die Schüler_innen den eigenen Wurzeln, zum Teil den Geschichten ihrer Großeltern gefolgt waren, ging es um die Zukunft. Wie wollen wir leben, wie leben wir jetzt, wie soll die Zukunft aussehen? 175 Schüler_innen aus 7 Klassen haben zu dem Thema Theater gespielt.

In mehrtätigen Workshops mit Theaterpädagog_innen des Schultheater-Studios Frankfurt erarbeiteten sie Szenen, die um Gegenwart und Zukunft kreisen. Entstanden ist ein prasselnd buntes Potpourri: Da wurden die alten Essgewohnheiten in einem südländischen Dorf mit den Pizza-Bestellgewohnheiten des Lebens heute verglichen, da wurde über Glück nachgedacht und wer wann in einen Zustand von Flow (Zeitvergessenheit) kommt. Eine Klasse spielte nach, wie die Gastarbeiter-Familien in den 60er Jahren sich wohl gefühlt hatten, als sie nach Deutschland kamen, eine andere Klasse wollte die Hochzeit von Ali und Marie zeigen, die laut Familie doch eigentlich eine von Ali und Fatima hätte sein sollen, und wie der innerfamiliäre Streit noch gut ausging.

Was bedeutet das Land der Herkunft für dich, fragte eine Klasse und fand 12 verschiedene Antworten. Etwa: Ich komme aus Marokko, und wenn daran denke, fällt mir Zusammenhalt ein. Ich komme aus Kroatien und wenn ich daran denke, fällt mir Geborgenheit ein, ich komme aus Pakistan und ich aus Indien und wenn wir daran denken, dann fällt uns beiden Großfamilie ein….

Die zweihundert Gäste in der Schule, die das Theaterstück sahen, waren erst leise und aufmerksam und dann begeistert. Einen kleinen Ausschnitt der Theaterarbeit können Sie im folgenden Video sehen:

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