Ausschreibung Weiterbildungskurs Darstellendes Spiel

Wir freuen uns, dass die Hessische Lehrkräfteakademie in Kooperation mit dem Landesverband Schultheater in Hessen 2019 einen neuen Weiterbildungskurs Darstellendes Spiel anbietet, der es wieder 100 Lehrkräften aus allen Schulformen ermöglicht, sich für das Fach Darstellendes Spiel umfassend zu qualifizieren.

Für Nachfragen wenden Sie sich gerne ans Schultheater-Studio (069 212 32044).

Bewerberkreis

Es können sich für die Teilnahme folgende hessische Lehrkräfte oder Lehrkräfte mit einer entsprechenden hessischen Gleichstellung ihrer Lehramtsprüfungen bewerben:

1. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Grundschulen, die Darstellendes Spiel in den Klassen 1- 6 unterrichten möchten,

2. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Hauptschulen und Realschulen, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Darstellendes Spiel erweitern möchten,

3. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Förderschulen, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Darstellendes Spiel erweitern möchten,

4. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an Gymnasien, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Darstellendes Spiel erweitern möchten,

5. Lehrkräfte mit der Befähigung zum Lehramt an beruflichen Schulen, die ihr erworbenes Lehramt um das Unterrichtsfach Darstellendes Spiel erweitern möchten.

Aufnahme

Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber werden Auswahlkriterien in folgender Rangfolge zugrunde gelegt:

1.Erfüllung der in der Ausschreibung genannten Kriterien.

2. Bei der Zulassung zu dem Weiterbildungskurs sind laut Erlass des Hessischen Kultusministeriums (Az. 860.0096.000-00073 vom 16.11.2010) Lehrkräfte, die unbefristet im hessischen Schuldienst beschäftigt sind, vor anderen Bewerberinnen und Bewerbern zu berücksichtigen.

3. Bewerberinnen und Bewerber mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung werden bevorzugt berücksichtigt.

4. Aufnahme der Frauenförderung und des regionalen Bezugs bei Bedarf.

5. Auswahl aufgrund des Gesamtwerts gemäß Ziffer 3.2 des Erlasses „Einstellungsverfahren in den hessischen Schuldienst“ (Erlass vom 8. Januar 2016, Az. II.2 – 634.000.004 – 77).

Gehen mehr Bewerbungen ein, als Plätze vorhanden sind, wird unter Beteiligung des HPRLL, der Frauenbeauftragten und ggf. der Schwerbehindertenvertretung eine Auswahl getroffen.

Kursdauer

Der Kurs umfasst für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen einen Zeitraum von zwei Schulhalbjahren im Schuljahr 2019/20. Die Prüfungsphase findet in dem sich anschließenden Schulhalbjahr statt. Für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Hauptschulen und Realschulen, mit dem Lehramt an Förderschulen, dem Lehramt an Gymnasien oder dem Lehramt an beruflichen Schulen einen Zeitraum von vier Schulhalbjahren: 2019/20 und 2020/21.

Abschlussprüfung

Die Erweiterungsprüfung besteht aus einer vierstündigen Klausur und einer einstündigen mündlichen Prüfung. Die Weiterbildungsmaßnahme schließt für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen mit einem Zertifikat ab. Die Prüfung besteht ebenfalls aus einer vierstündigen Klausur und einer einstündigen mündlichen Prüfung. Lehrkräfte mit Schwerbehinderung oder Gleichstellung erhalten bei Bedarf behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche.

Inhalte

Der Kurs enthält Anteile aus den Bereichen:

· Einführung: Inhalte und method. Verfahren. Thematischer Akzent: Vom Thema zum Spiel

· Didaktik und Methodik des Fachs Darstellendes Spiel in der gym. Oberstufe

· Inszenierungswerkstatt, exemplarische Projektarbeit

· Formen, Genres, Postdramatik, Chor, DS als Methode (Szen. Interpr., soz. Training u.a.)

· Inszenierungs- und Aufführungsanalyse

· Theaterprojekt von der Gruppenbildung bis zur Aufführung

· Unterrichtsbesuche und Besprechungen in einer Regionalgruppe

· Theorie und Geschichte des Theaters, exemplarisch

· Zeichensysteme des Theaters

· Theaterpädagogische Ansätze

Der Kurs beinhaltet folgende Elemente des Eigenstudiums:

Literaturarbeit, schriftliche Ausarbeitungen, Erstellung von Arbeitsmaterialien etc.

Veranstaltungsformen

Der Weiterbildungskurs wird in folgenden Veranstaltungsformen durchgeführt

· Tagesveranstaltungen

· Blockveranstaltungen

· halbtägige Regionalgruppentreffen

· Eigenstudien

Für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Grundschulen, Hauptschulen und Realschulen und Förderschulen sind 14 Präsenztage pro Jahr inklusive Praxisanteil festgesetzt.

Für Lehrkräfte mit dem Lehramt an Gymnasien sind 19 Präsenztage pro Jahr inklusive Praxisanteil festgesetzt. Weiterhin sind zwei Tage für inklusive Themen einzuplanen.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen über folgende grundlegende theaterpädagogische Kompetenzen verfügen:

· Förderung von Spielfähigkeit bei Lerngruppen

· grundlegende Ausdrucksmöglichkeiten des Körpers

· Grundlagen der Improvisation

· Nutzung / Gestaltung von Raum und Zeit im Theater

· grundlegende Verfahren der Figurenarbeit

· szenisches Spiel: Basiskenntnisse

Diese Kompetenzen haben Sie durch Ihre Teilnahme an der LSH-Fortbildungsreihe oder an der offenen Kursreihe „Lust auf Theater“ des Schultheater-Studios bereits erworben und können diese durch Ihr Zertifikat nachweisen.

Anmeldung (Hier den Anmeldebogen downloaden)

Die Bewerbung zum Kurs ist mit diesem Vordruck unmittelbar an die Lehrkräfteakademie zu senden! 

Für Beschäftigte des Landes Hessen handelt es sich bei dem Kurs um eine Veranstaltung im überwiegend dienstlichen Interesse. Das dienstliche Interesse ist durch die Schulleitung zu bestätigen (siehe dann im Bewerbungsbogen). Von den Schulleitungen ist sicherzustellen, dass die Lehrkräfte an den Veranstaltungen des Kurses teilnehmen können. Eine Durchschrift des Bewerbungsbogens ist auf dem Dienstweg an das zuständige Staatliche Schulamt mit dem Vermerk „zum Verbleib“ zu schicken. Um die nötigen verwaltungstechnischen Abläufe sicherstellen zu können, wird der Anmeldeschluss auf den 15. Mai 2019 (Poststempel) gesetzt. Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Lehramtsprüfungen außerhalb Hessens abgelegt haben, müssen eine Bescheinigung über die hessische Gleichstellung ihrer Lehramtsprüfungen beilegen. Sie werden aufgefordert werden, außerdem Zeugniskopien der Bewerbung beizulegen.

Sonstiges

Es wird darauf hingewiesen,

· dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Pflichtstundenermäßigung erhalten.

· dass kein Anrecht auf das Nachholen von Veranstaltungen besteht.

· dass die Zulassung zur Abschlussprüfung nur möglich ist, wenn am Ende des Kurses eine erfolgreiche Teilnahme bescheinigt werden kann. Das setzt voraus, dass regelmäßig an den Veranstaltungen der Weiterbildung teilgenommen wurde und die geforderten Kompetenznach-weise erbracht wurden.

· Lehrkräfte, die an der Weiterbildung teilnehmen, müssen im Rahmen ihrer Unterrichtsverpflichtung auch in Darstellendem Spiel eingesetzt werden. Die Gebühr für die Zulassung zur Abschlussprüfung für erweiternde Studien beträgt 270 Euro. Weiterhin sind 200 Euro an den Landesverband Schultheater in Hessen zu entrichten.

Die Kosten sind nicht rückerstattungsfähig.