Heteronormativität & Homophobie

2GeschlechterRolleMensch

Theaterpädagogischer Workshop zu den Themen Heteronormativität und Homophobie

 

 

 

 

 

 

Copyright Foto: Hessische Staatskanzlei

Mit Theater für mehr Toleranz: Das Schultheater-Studio Frankfurt ist als Ort des Respekts ausgezeichnet worden! Die hessische Landesregierung unterstützt den Theaterworkshop „GeschlechterRolleMensch“.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlen sich in die unterschiedlichen Rollen von Mann und Frau ein und lernen die damit verbundenen Normen und Klischees kennen. Ein Perspektivwechsel ermöglicht es ihnen, sich von fremdbestimmten Klischees abzusetzen und sich für eine offenere Gesellschaft einzusetzen, in der Menschen jeglicher sexuellen Orientierung respektiert werden. Dies fördert nicht nur die eigene Selbstfindung und das Selbstbewusstsein, sondern auch auf kreative Weise die Toleranz gegenüber anderen“, lobte der Sprecher der Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, die Arbeit des Vereins.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der traditionell klar definiert war,wie sich Männer und Frauen zu verhalten haben. Männer sind stark, mögen Fußball und Bier. Frauen sind nett, mögen Kosmetik und Shoppen. Viele Menschen ordnen sich in die passende Kategorie ein, ohne diese in Frage zu stellen. Aber diese Klischees halten der Wirklichkeit zunehmend weniger stand, sind Veränderungen unterworfen und bieten jungen Menschen keine klare Orientierung mehr, tragen zu Verunsicherung bei.
Wir wollen einen Raum für Fragen öffnen, die sich jungen Menschen bei ihrer Geschlechtsrollenorientierung und –gestaltung stellen.

In diesem theaterpädagogischen Workshop haben die 3Teilnehmer_innen durch das theatrale spielerische Sehen und Erproben die Möglichkeit, die Konstruiertheit der Kategorie Geschlecht zu erkennen/erleben und spielerisch-kreativ damit umzugehen. Gerade das Einfühlen in Rollen(bilder) und der damit verbundene Perspektivwechsel, sowie die körperliche Erfahrung wie Geschlecht inszeniert wird, ermöglichen das Austesten eigener Handlungsspielräume. Dadurch kann eine differenzierte Sichtweise auf Genderinszenierungen, Normen und Klischees entwickelt werden. Mit dieser differenzierteren Sichtweise können die Schüler_innen leichter ihre eigene Orientierung von fremdbestimmten Klischees absetzen, Menschen jeglicher sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten respektieren, sich u.U. für eine offenere Gesellschaft einsetzen und sich selbst darin verorten.
Drei Theaterpädagog_innen spielen Szenen und leiten die Schüler_innen zum selber Spielen an.

Lernziele des Workshops:

  • Spielerische Aneignung und Brechung von Geschlechterklischees
  •  Geschlechterrollen und –bilder erkennen und kritisch reflektieren
  • Vorurteile in Bezug auf Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierung hinterfragen
  • Vermittlung davon, dass Gender etwas mit gesellschaftlichen Vorstellungen/Erwartungen zu tun hat
  • Theaterspielen als ästhetischen Gestaltungsraum erfahren
  • Kooperationsfähigkeit der Klasse durch Theater fördern

Auf einen Blick:

Zielgruppe:     ab 7. Klasse, alle Schulformen
Zeit:        9-13 Uhr / Termin nach Vereinbarung
Ort:        Im eigenen Klassenzimmer
Kosten:    80,-€ Eigenanteil

Bis 069-212-32044  oder
nicole.peinz@schultheater.de

Information: Nicole Peinz, Theaterpädagogin BuT1

 

 

2017 gefördert durch die Hessische Staatskanzlei im Rahmen von:  

Seit 2016 gefördert durch:

hms

 

 

 

 

 

www.hms-stiftung.de

Im Jahr 2015 wurde das Projekt durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gefördert.

 

Rückmeldungen zum Workshop

„Der Projekttag zu “GeschlechterRolleMensch” hat den Schülern sehr viel Freude bereitet, sie hatten die Möglichkeit, ihre Sichtweisen auf Geschlechterrollen und sexuelle Orientierungen zu revidieren, indem sie neue Perspektiven erhalten haben. Insofern wurde dieser Tag als große Bereicherung und Möglichkeit der Reflexion über das eigene Verhalten wahrgenommen.“

Lehrerin, 7. Jahrgang, Einhardschule in Seligenstadt

 

„Der Workshop in meiner H8 (Hauptschule) war ein großer Erfolg! Bei den verschiedenen Übungen tauten meine sonst so zurückhaltenden Schülerinnen und Schüler regelrecht auf. Sich als ganze Person spielerisch nicht nur mit Sprache, sondern auch mit Körper, Gestik und Mimik einzubringen, hat meinen Schülern großen Spaß gemacht. Und das bei dem Thema Homophobie, mit dem sich meine Schüler in Vorgesprächen eher schwer getan hatten. Aber selbst kleine Szenen entwerfen und vor Publikum spielen zu dürfen, war eine wichtige Erfahrung für das Selbstwertgefühl meiner Schüler. Das Theaterspielen hat nicht nur den Zugang und die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen erleichtert, es bedeutete – nicht zuletzt des Beifalls wegen – auch eine Wertschätzung für meine Schüler, die sie sonst viel zu selten erfahren.“

Lehrer, 7. Jahrgang, Georg-Büchner-Gesamtschule in Rodgau

 

“Meine 7. Klasse fand den Workshop  sehr empfehlenswert. Die Theaterpädagogen waren sehr professionell, äußerst nett und sind feinfühlig mit dem Thema Homophobie umgegangen. Die Schüler hatten die Möglichkeit, in ungewohnte Rollen zu schlüpfen und nahmen dadurch mehr Abstand von ihren Vorurteilen gegen Homosexuelle. Für die Klassengemeinschaft war es auch ein Erfolgserlebnis, wir haben  zusammen viel gelacht und die Nachbesprechung war für alle sehr lehrreich. ”

Lehrerin, 7. Klasse, Carl-Schurz-Schule in Frankfurt am Main

 

Der Workshop GeschlechterRolleMensch bot unseren Schüler_innen die Möglichkeit, sich mit der eigenen Identität und dem eigenen Verständnis von Geschlecht kreativ und altersangemessen auseinander zu setzen. Gerade für Klassen, die sich noch nicht viel mit diesen Themen befasst haben, erscheint uns der Workshop ein hervorragender Ansatz, um damit in Kontakt zu kommen und den eigenen und fremden Vor(aus)urteilen zu begegnen. Mit Spaß und Motivation geben die professionellen Teamer_innen des Workshops Raum zur individuellen Reflexion außerhalb der bekannten schulischen Rahmenbedingungen. Absolut empfehlenswert!

Lehrkräfte des Jahrgangsteams 7. Klasse, IGS Nordend in Frankfurt am Main