Theaterkunst für alle

„Theaterkunst für Alle“

 

Bildungsbenachteiligte Jugendliche stehen im Mittelpunkt unseres gänzlich neuen Kultur-Angebotes in den Stadtteilen Nordweststadt, Niederursel, Heddernheim, Römerstadt und Bockenheim.

Den Auftakt des Projektes „Theaterkunst für Alle“ bildeten KickOff-Workshops, an den stadtteilansässigen Haupt-, Real- und integrierten Gesamtschulen. Beteiligt waren die Ernst-Reuter-Schule II, die Sophienschule, die Geschwister-Scholl-Schule und die Johann-Hinrich-Wichern-Schule. Insgesamt 176 Schüler*innen lernten erste Grundlagen des Theaterspielens kennen.

Aus den KickOff-Workshops sind drei Theatergruppen entstanden, die ihre Probenräume sowohl in der Nordweststadt als auch in Bockenheim finden.

Am 10. April 2014, als Abschluss und Höhepunkt des Projekts, zeigen alle Gruppen ihre Arbeitsergebnisse im Rahmen eines kleinen Festivals auf der Bühne des Schultheater-Studios.

Das Projekt wird im Rahmen von „Kultur macht Stark – Bündnisse für Bildung“ durch das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. finanziert und findet in einer Kooperation mit dem Quartiersmanagement der Nordweststadt und der Ernst-Reuter-Schule II statt.

Förderer*innen:

Festivalbericht:

In einer ZickZack-Welt spielen ALLE Jugendlichen Theater

Jugendliche zeigen Ergebnisse des Theaterprojekts „Theaterkunst für Alle“ im Schultheater-Studio Frankfurt

10. April Schultheater-Studio Frankfurt

„Tussis“ und „Kuchen statt Krieg! – Collage zu dem Begriff ZickZack“ hießen die beiden Theaterstücke, die Jugendliche aus der Nordweststadt am 10. April  als Ergebnis des Projektes „Theaterkunst für Alle“ im Schultheater-Studio aufgeführt haben. Beide Stücke reflektieren starre Geschlechterbilder, die einem alltäglich begegnen, und stellen sie infrage: „In einer ZickZack-Welt spielt das Geschlecht keine Rolle! Und auch Männer können Kinder bekommen!“.

Ein halbes Jahr haben beide Theatergruppen wöchentlich mit Theaterpädagog*

innen  freiwillig und in ihrer Freizeit geforscht und experimentiert. Ein besonders Erlebnis war es, ihre selbstständig erarbeiteten Theaterstücke vor den eigenen Mitschüler*innen, Freunden und Eltern aufzuführen. Zahlreiche Theaterpädagog*innen, Teilnehmer*innen der am gleichen Tag laufenden Theaterpädagogischen Regional-Konferenz Hessen, gehörten auch zum Publikum. Beim Applaus fiel das Lampenfieber ab und die Spieler*innen haben im Anschluss Fragen zu ihrem Stück und Probenprozess beantwortet. Mit einer feierlichen Urkundenübergabe würdigte die Projektleiterin Nicole Peinz das Engagement der Jugendlichen in diesem Projekt des Schultheater-Studios.

Auf der Bühne standen aber nicht nur die Teilnehmer*innen der eigenen Projekte, sondern auch Jugendliche des Vereins „Festplatte – Verein für schulergänzende Bildung e.V.“. Sie zeigten  einen Ausschnitt aus ihrem Theaterstück „Paulina am Nachmittag“. Neben dem Theater spielen haben die Jugendlichen der drei Stücke somit auch das „Theater sehen“ erlebt und konnten sich mit Gleichaltrigen über Erfahrungen austauschen.

Diese Projekte sind Teil des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert vom Paritätischen Bildungswerk e.V. aus dessen Maßnahme „JEP – Jugend engagiert“. Kooperationspartner vor Ort sind das Schultheater-Studio, das Quartiersmanagement der Nordweststadt und die Ernst-Reuter-Schule II. Weitere Partner sind die Wichern-Förderschule, die Sophien-Hauptschule und die Geschwister-Scholl-Realschule.

Die begleitende Konferenz „Theaterpädagogik in Hessen“ setzte sich mit dem Programm „Kultur macht stark“ auseinander.  Im Zentrum dieser Tagung stand dann aber der Entschluss zur Gründung eines Landesverbandes Theaterpädagogik Hessen. Nähere Informationen dazu gibt es im Schultheater-Studio, dem Theaterpädagogischen Zentrum unserer Region.

Eindrücke vom Tag: